• Anne

Was Frühstück, Morgenmüdigkeit und JoJo-Effekt miteinander zu tun haben

Aktualisiert: 21. Nov 2017





Das Frühstück wird heutzutage meist nur noch "to go" oder gar nicht eingenommen. Wer oft mit Müdigkeit kämpft oder sich wundert, dass die Kilos einfach nicht verschwinden wollen, sollte jedoch über ein kleines Frühstück nachdenken.


Wer kennt das nicht? Der Wecker klingelt in aller früh, das Aufstehen fällt schwer, sodass erst einmal ein Kaffee her muss. Für ein Frühstück fehlt entweder die Zeit oder der Appetit, weshalb dieses auf später verschoben wird.

Am Arbeitsplatz angekommen, finden sich bereits eine Hand voll Aufgaben, die darauf warten, erledigt zu werden. Langsam beginnt auch der Magen zu knurren, die Konzentration sinkt und du fieberst bereits deiner Pause entgegen. Doch auch hier bleibt nicht viel Zeit, daher greifst du, wie gewöhnlich, zu deinem Laugenbrötchen und einem Kaffee. Der Tag erscheint dir träge, du kommst nicht richtig in die Gänge und schiebst deine Abgeschlagenheit auf das Wetter. Draußen ist es zu schwül, zu heiß, zu kalt oder zu dunkel. Der Blick auf die Uhr verrät dir, dass es bis zum Feierabend noch zwei Stunden sind. Während du deine Müdigkeit mit Kaffee zu vertreibst, arbeitest du weiter und lenkst deine Aufmerksamkeit auf die Dinge, die es noch zu erledigen gilt.

„Wieder so ein Tag“, denkst du dir, als du dich schließlich voller Erleichterung auf den Heimweg machst.


Dieser Tag wirkt weder produktiv noch hat man den Eindruck, dass dieser Lebensstil auf Dauer Freude bereitet. Die Wahrheit ist, dass dieses Szenario tatsächlich Alltag bei vielen Arbeitnehmern ist. Dass daraus Unzufriedenheit, destruktiver Stress bis hin zu psychsomatischen Erkrankungen resultieren, ist nachvollziehbar. 


Allerdings gibt es Strategien und Möglichkeiten, um dieser Tretmühle zu entkommen:


"Auch wenn es von vielen verteufelt wird, wirkt ein gesundes Frühstück für die meisten bereits belebend - auch für unseren Stoffwechsel."

Zeitdruck und Lustlosigkeit sind jedoch häufig die Gründe, die uns am frühstücken hindern. Wer sich hier bereits im Vorfeld Gedanken macht, wie sein Frühstück am nächsten Morgen aussehen könnte, der erspart sich am nächsten Tag einiges an Streß. Dass ein Frühstück nicht nur einen Energieschub bedeutet, sondern sich auch auf unsere Leistungsfähigkeit auswirkt, wissen viele nicht.


Dabei ist es ganz logisch:

Unser Körper verbraucht für jede Tätigkeit, die wir verüben, Energie. Ganz egal, ob dass Zähne putzen, Auto fahren, gehen oder atmen ist. Jeder Ablauf verbraucht Energie, die der Körper aus Quellen entnehmen muss. Diese sind zu aller erst die ATP-Reserven. ATP ist eine Energieübertragungseinheit, sogenanntes Adenosin-tri-phosphat. Es „wandert“ durch den Körper an genau die Stellen, an denen Energie benötigt wird (z.B. für die Muskelzellen am Herzen, um das Herz schlagen zu lassen). Sind die ATP-Reserven verbraucht, wird die zweite Quelle angezapft: Das Glykogen, primär aus der Leber und den Muskeln. Glykogen ist die Speicherform der Glucose (also Zucker). Parallel zur Kohlenhydratverwertung (Glykolyse) beginnt die Energiegewinnung aus Fetten (Triglyeriden).  

Der Ablauf dieser drei Schemen ist immer gleich.


Sind die Glykogenspeicher allerdings leer und das ATP verbraucht, kommt es zusätzlich zum Proteinabbau, was dazu führt, dass der Körper weniger Energie verbraucht - der Grundumsatz sinkt.

Wer frühstückt, verhindert diesen Effekt des Muskelmasseverlustes und wirkt somit einer Gewichtszunahme entgegen. Hinzu kommt, dass der Blutzucker stabiler bleibt und weniger Blutzuckerspitzen aufweist, was bei 2-3 Mahlzeiten am Tag häufig der Fall ist. 

Frühstück verbessert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, da die Energie nicht nur in den Muskeln, sondern vor allem auch im Gehirn ankommt. Wusstest du, dass das Gehirn am Tag rund 300-400 kcal verbraucht, um zu funktionieren?

Die Studienlage zu den Auswirkungen von Frühstück auf unser Denkvermögen ist derzeit noch rar. Einige EU-Programme betonen die Wichtigkeit des Früstücks (http://www.eufic.org/article/de/artid/Regelmaessig-fruehstuecken-gesund-nicht-nur-fuer-Kinder/) sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. In einer Studie zum Thema „Makronährstoffe und mentale Leistungsfähigkeit“  (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11054612?dopt=Abstract) finden sich erste bestätigende Ansätze, dass vor allen Dingen Kohlenhydrate die das Denkvermögen positiv beeinflussen. 

Fazit: Als Fazit gilt, dass das Thema Frühstücken derzeit noch nicht ausreichend anhand von Studien diskutiert werden kann, da aktuell noch Forschungsbedarf besteht. Anhand der physiologischen Abläufe im Körper und der Tatsache, dass Glucose den Blutzuckerspiegel und somit unsere Hirnleistung beeinflusst, liefern diese beiden Ansätze Grund für die Annahme, dass ein Ausbleiben des Frühstücks zu einer minderen Leistungsfähigkeit führen könnte. 

Dies ist jedoch individuell, weshalb das Frühstücken ausprobiert werden sollte. Dank einfacher und leicht bekömmlicher Rezepte ist ein Frühstück in weniger als 2 Minuten zubereitet. 


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